Regierungsrat nimmt Lärmsanierung in Horgen, Langnau a. A. und Oberrieden in Angriff

31.05.2012 - Medienmitteilung

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Per 1. April 1987 hat der Bund die Lärmschutzverordnung in Kraft gesetzt. Die Verordnung verpflichtet die Kantone, für die Staatsstrassen einen Lärmkataster zu erstellen und bis spätestens 2018 entsprechende Lärmsanierungsmassnahmen zu ergreifen. Der Regierungsrat nimmt nun auch das Lärmsanierungsprogramm für die Gemeinden Horgen, Langnau a.A. und Oberrieden in Angriff.

Die Lärmsanierung erfolgt im Kanton Zürich in Etappen. Um die Prioritäten der Regionen festzulegen, hat die Fachstelle Lärmschutz des Tiefbauamtes die Kriterien der Lärmschutzverordnung auf die Daten des Lärmübersichtskatasters angewendet. Nach dieser Prioritätenreihenfolge hat die Baudirektion bereits Lärmsanierungsprogramme in zwölf Regionen ausgearbeitet.

Als erstes wurde bereits im Jahr 2004 für die Stadt Adliswil und die Gemeinden Kilchberg, Rüschlikon und Thalwil die Strassenlärmsanierung eingeleitet und das Gebiet nachträglich als Region Seeufer links Nord bezeichnet. In diesen Gemeinden sind die Arbeiten bereits im Gang. Die Gemeinden Horgen, Langnau a. A. und Oberrieden sind nun aufgrund der geografischen Lage ebenfalls dieser Region zugeordnet und die Lärmsanierungen entsprechend in Angriff genommen worden.

Primär Einbau von Schallschutzfenstern

Auch in diesen Gemeinden wurde im Rahmen einer Vorstudie die Machbarkeit von baulichen Lärmschutzmassnahmen innerorts in enger Zusammenarbeit mit den Gemeindebehörden abgeklärt. Neben dem Hauptkriterium Ortsbild sind beim Entscheid über die zu treffenden Massnahmen weitere Kriterien wie Verkehrssicherheit, Wohnhygiene und das Kosten-/Nutzen-Verhältnis angewandt worden. Auf Grund dieser Kriterien kam die Studie der Fachstelle Lärmschutz zum Schluss, dass bauliche Massnahmen wie Lärmschutzwände oder -wälle innerorts nur in wenigen Fällen realisierbar sind. Deshalb bestehen die Massnahmen zum grossen Teil aus dem Einbau von Schallschutzfenstern.

Bund übernimmt rund 25 Prozent der Kosten

An Gebäuden, die von einer Lärmbelastung über dem Alarmwert betroffen sind, werden bei lärmempfindlichen Räumen zulasten des Staates Schallschutzfenster eingebaut. Zur Sicherstellung einer ausreichenden Lüftung können bei Schlafzimmern mit Alarmbelastung zusätzlich Schalldämmlüfter installiert werden. Bei Liegenschaften, bei denen die Lärmbelastungen zwischen dem Immissionsgrenzwert und dem Alarmwert liegen, können lärmabhängige, freiwillige Beiträge vom Staat an die vom Eigentümer durchgeführte Fenstersanierung ausgerichtet werden. Die Kosten für die Lärmsanierung in den drei Gemeinden Horgen, Langnau a.A. und Oberrieden belaufen sich auf rund 12,2 Millionen Franken. Der Bund übernimmt rund 25 Prozent der anfallenden Lärmsanierungskosten.

Mehr Informationen zum Thema Lärmschutz gibt es auf der Website www.laerm.zh.ch


Der Regierungsratsbeschluss Nr. 525/2012 ist unter www.rrb.zh.ch verfügbar.

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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